Zimmerpflanzen richtig pflegen - 6 praktische Tipps

    1. Tipp #1: Zimmertemperatur

Aufgrund der Tatsache, dass viele Zimmerpflanzen tropischer Herkunft sind sollte man ein besonderes Augenmerk auf die Zimmertemperatur richten. In den meisten Haushalten ist die Zimmertemperatur über den Tag zwar warm genug, jedoch würde unseren kleinen grünen Freunden über Nacht eine Abkühlung ganz gut tun. Die meisten Zimmerpflanzen mögen keine heißen und trockenen Bedingungen. Sie bevorzugen eine kühlere, feuchtere Umgebung, die bei uns zu Hause meist nicht vorzufinden ist. Falls sie ein Thermostat haben, welches es Ihnen ermöglicht, die Einstellungen anzupassen, senken Sie die Temperatur nachts um etwa 10 Grad und Sie werden feststellen, dass einige Pflanzen Sie dafür belohnen werden.

    1. Tipp #2: Licht

Pflanzen brauchen Licht. Jedoch haben verschiedene Pflanzen unterschiedliche Anforderungen. Daher sollten Sie versuchen ihre Zimmerpflanzen an die Umweltbedingungen Ihres Hauses anzupassen. Es gibt 3 Hauptfaktoren, die man bei der Lichtzufuhr beachten sollte: Intensität, Dauer und Qualität.

  • Die Intensität ist die Stärke des Lichts.
  • Die Dauer ist die Dauer der Verfügbarkeit des Lichts. Vergleiche ein Ostfenster mit einem Südfenster.
  • Qualität - es gibt viele künstliche Lichtquellen, aber nichts geht über das natürliche Licht der Sonne hinaus!

Ein weiteres und meist übersehenes Geheimnis für gute Pflanzenpflege ist die Reinigung der Blätter. Schmutzige Blätter blockieren das Sonnenlicht und halten die Pflanze somit davon ab Energie zu tanken. Wischen Sie daher die Blätter mit einem feuchten Schwamm ab, oder wenn sich Ihre Pflanze leicht bewegen lässt, legen Sie sie einfach für eine Weile in die Dusche. Halten Sie dabei die Temperatur des Wassers lauwarm, nicht warm oder kalt. Ein weiterer Vorteil des Duschens ist, dass vermeintliche Insektenpopulationen reduziert werden können, da sie mit dem Wasser in den Abfluss gespült werden.

    1. Tipp #3: Feuchtigkeit

Die Heizung in unseren Häusern trocknet die Luft zu wüstenähnlichen Bedingungen aus. Im Sommer haben die meisten Häuser (ohne Klimaanlage) eine Luftfeuchtigkeit von 40-60%. Dies ist perfekt für Zimmerpflanzen. Es ist trocken genug, um Pilze fernzuhalten, aber feucht genug, dass die Pflanzen sich wohl fühlen. Im Winter, wenn unsere Heizungen brennen, ist es jedoch üblich, dass die Luftfeuchtigkeit unter 30% fällt. Diese Wüstenluft hat dann eine Luftfeuchtigkeit von 10-30%, was viel zu trocken für unsere Zimmerpflanzen ist (ausgeschlossen sind hierbei Kakteen und Sukkulenten). Räume wie das Bad oder die Küche, die in der Regel eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit aufweisen, sind da meist etwas pflanzenfreundlicher. Daher sollten sie darauf achten ihre Zimmerpflanzen im Winter in Räume zu lagern, in denen die Heizung abgeschaltet ist. Eine andere Option ist mit Hilfe eines Luftbefeuchters die Luftfeuchtigkeit auch im Winter recht hoch zu halten.

    1. Tipp #4: Erholung

Genau wie wir Menschen brauchen Pflanzen manchmal Ruhe. Nach einer langen Saison, in der neue Blätter, Äste und Blüten gewachsen sind, brauchen Pflanzen im Winter eine kleine Verschnaufpause. Es kommt häufig vor, dass Zimmerpflanze, die den ganze Sommer über glänzende neue Blätter bekommen haben, im Winter sobald die Tage kürzer werden plötzlich anfangen diese zu verlieren. Es kann auch vorkommen, dass sich die Blätter in der Mitte gelblich färben, oder sie einfach nicht mehr so glücklich wie im Frühjahr oder Sommer aussehen. Kein Grund zur Sorge!

    1. Tipp #5: Düngen

Die beste Zeit Ihre Zimmerpflanze zu düngen ist in dem Zeitraum von März bis Oktober. In dieser Zeit befindet sich die Pflanze in ihrer Wachstumsperiode. Falls Sie Ihre Zimmerpflanze gerade gekauft oder vor kurzem umgetopft haben warten Sie am besten noch 2 Monate bis Sie sie düngen. 
Düngen Sie niemals eine Pflanze, die zu trocken ist. Wenn die Pflanze trocken ist, gießen Sie sie gut und düngen Sie sie ein paar Tage später. Im Winter sollten Sie ihre Zimmerpflanze ebenfalls nicht düngen.

    1. Tipp #6: Umtopfen

Denken Sie daran, dass die Pflanze im Winter ruht und Sie kein neues Wachstum fördern wollen, wenn der Lichtbedarf nicht gedeckt werden kann. Zögern Sie nicht, den neuen Topf zu kaufen, und warten Sie einfach bis zum Frühjahr, um die Pflanze umzutopfen. Wenn Sie einen neuen Behälter für Ihre geliebte Pflanze kaufen, halten Sie die Größe nicht mehr als 5 cm als der bestehende Topf. Wenn Sie es lieben, mit verschiedenfarbiger Keramik neu zu dekorieren, können Sie Ihre Pflanze immer in einem günstigen Plastiktopf eintopfen, den Sie von Behälter zu Behälter bewegen können, ohne die Wurzeln zu zerstören. Damit reduzieren Sie den Chaos beim Umtopfen und Ihre Pflanze wird Ihnen ebenfalls danken!

Noch Fragen? Dann schreibe uns einfach und wir werden dir so schnell wie möglich mit Rat und Tat zur Seite stehen.

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